Ebola-Virus

Die Ebola-Virus-Krankheit (früher bekannt als hämorrhagisches Ebola-Fieber) ist eine schwere Erkrankung, die oft tödlich endet. Die Sterberate (case fatality rate, CFR) liegt bei der Ebola-Erkrankung zwischen 25 und 90 Prozent je nach Virustyp.

Ebola-Viren gehören zur Familie der Filoviren (Filoviridae). Es gibt sechs Typen der Gattung Ebola-Virus, drei davon (Bundibugyo, Sudan und Zaire) verursachten in der Vergangenheit große Ausbrüche in afrikanischen Regionen.

Bei der Ebola-Virus-Krankheit handelt es sich um eine zoonotische Infektion – Ausbrüche bei Menschen beginnen, wenn das Virus vom Tier auf den Menschen überspringt. Nach aktuellen Erkenntnissen sind Fledermäuse das natürliche Reservoir des Virus. Ebola-Viren haben zudem ein erhebliches epidemisches Potenzial, das bereits zu tödlichen Ausbrüchen geführt hat. Zwischen 2013 und 2016 verursachte die Ebola-Virus-Krankheit in Afrika 11.323 gemeldete Todesfälle.

Auch wenn Erkrankungen durch Ebola-Viren in anderen geographischen Regionen der Welt selten sind, ist es aufgrund der hohen Sterberate und der hämorragischen Eigenschaften ein Virus mit hohem pathogenen Potenzial.

Relevanz des Erregers bei der Übertragung in der Endoskopie

  • Gastroenterologie: Hoch

  • Pneumologie: Hoch

  • Hals, Nasen, Ohren: Hoch

  • Urologe: Hoch

Übertragungsweg

Nachdem das Virus erstmals auf Menschen übergesprungen ist, kann es sich unter Menschen ausbreiten, wenn die verletzte Haut oder die Schleimhäute in Mund, Nase oder Augen einer Person Kontakt mit

  1. Körperflüssigkeiten oder Blut eines lebenden oder verstorbenen Ebola-Patienten haben. Urin, Speichel, Schweiß, Kot, Erbrochenes, Muttermilch sowie Fruchtwasser sind Beispiele für Körperflüssigkeiten.

  2. Gegenständen, die mit Körperflüssigkeiten eines lebenden oder verstorbenen Ebola-Patienten kontaminiert sind. Dies können medizinisches Verbrauchsmaterial und medizinische Geräte, Kleidung, Bettzeug und Kanülen sein.

  3. Infizierten Tieren hat, beispielsweise Fledermäuse, Primaten oder Urwaldantilopen. Eine Virusübertragung ist möglich, wenn eine Person infizierte Tiere jagt, verarbeitet oder verzehrt.

  4. Sperma einer Person mit einer überstandenen Ebola-Virus-Krankheit hat. Die Übertragung kann oral, vaginal oder durch Analsex erfolgen.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Ebola disease outbreak caused by the Sudan virus in Uganda, 2022: a descriptive epidemiological study - The Lancet Global Health, https://www.thelancet.com/journals/langlo/article/PIIS2214-109X(24)00260-2/fulltext. Abgerufen im September 2024.

  2. The Ebola outbreak, 2013–2016: old lessons for new epidemics (royalsocietypublishing.org), https://royalsocietypublishing.org/doi/epdf/10.1098/rstb.2016.0297. Abgerufen im September 2024.

  3. Ebola Disease, WHO, Regional Office for Africa, https://www.afro.who.int/health-topics/ebola-disease. Abgerufen im September 2024.

  4. Case fatality risk among individuals vaccinated with rVSVΔG-ZEBOV-GP: a retrospective cohort analysis of patients with confirmed Ebola virus disease in the Democratic Republic of the Congo - The Lancet Infectious Diseases, https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(23)00819-8/abstract. Abgerufen im September 2024.

  5. Ebola Disease Basics, Ebola, CDC, https://www.cdc.gov/ebola/about/index.html. Abgerufen im September 2024.